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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Was ist DMSO?

DMSO (Dimethylsulfoxid) ist eine natürliche, bei Raumtemperatur flüssige Substanz, die unter anderem im Regenwasser als atmosphärisches Reaktionsprodukt ozeanischer Ausgasungen an Dimethylsulfid vorkommt, welches von Meeresorganismen/Plankton gebildet wird. DMSO weist vielfältige und interessante therapeutische Eigenschaften auf, die schon in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts intensivst erforscht wurden. Dazu gehören unter anderem sehr gute entzündungshemmende und schmerzlindernde, sowie regenerierende und zellschützende Wirkungen, weshalb es von einem amerikanischen Autor einmal als „Nature's Healer“ bezeichnet wurde. DMSO ist Bestandteil des Neuen Rezepturenformulariums des Deutschen Arzneimittelkodex.

Was sind die therapeutischen Haupteinsatzgebiete von DMSO?

DMSO wird sowohl äußerlich, als auch innerlich gerne eingesetzt bei Verletzungen, degenerativen und entzündlichen Gelenkerkrankungen, zur Gewebe-und Narbenregeneration auch prä- und postoperativ, zur Durchblutungsförderung, bei Schmerzen, bei vegetativen Störungen (parasympathikoton), zur Immunmodulation, zur Steigerung der Sauerstoffsättigung und ganz häufig als Wirkverbesserer für andere Heilmittel.
Was sind Typische Anwendungsformen mit DMSO?

Äußerlich in Form von wässrigen Verdünnungen/Mischungen z.B. mit 7%iger MgCl2-Lösung oder 2%iger Procain-Lösung als Hauteinreibung. Innerlich als Infusion (ca. 1,5%ig) oder Injektion (15%ig), ebenfalls häufig zusammen mit anderen Substanzen wie Vitamin C, Procain, Chelatbildnern, B-Vitaminen, Galactose, Oxidantien, Curcumin, Amygdalin, Strophantin etc.



Welche Anwendungsformen sind mit entsprechend verdünntem DMSO möglich?

Grundsätzlich lassen sich mit DMSO alle denkbaren Anwendungsformen realisieren: äußerlich-lokal durch sprühen/einreiben/betupfen, oral, Injektion/Infusion, Einlauf, Ohren-/Nasen-/Augentropfen, Mundspülung, Fußbad, Injektionen in Gelenke, sind die wichtigsten
Auf was muss ich beim Kauf von DMSO achten?

Ich empfehle dringend, auch für dir häusliche Anwendung, ausschließlich pharmazeutisch reines DMSO zu kaufen. Es ist in vielen Shops im Internet bestellbar, wird in normalen Flaschen geliefert, also nicht sterilisiert, und trägt die Bezeichnung DMSO Ph. Eur. !
 
Das heißt es ist nach der Europäischen Pharmakopöe zertifiziert. Die bloße Angabe des Prozentgehaltes, wie z.B. 99,9%, ist für die Qualität des enthaltenen DMSOs nicht aussagekräftig! Ebenso wenig die Angabe „natürlichen Ursprungs“ oder ähnliches. Es gibt immer wieder Anbieter im Internet, die zwar von pharmazeutischer Reinheit schreiben, jedoch auf Nachfrage kein Zertifikat Ph. Eur. vorweisen können. Selbst in 99,9%igem DMSO kann sich logischerweise zu 0,1% ein toxischer Stoff befinden, den Sie nicht darin haben wollen … Da die Preisunterschiede zwischen pharmazeutisch zertifiziertem DMSO und zweifelhafter Ware unbekannter Herkunft nur gering sind, scheint mir die Kauf-Entscheidung auch sehr einfach zu sein.
 
Steriles DMSO Ph. Eur., das für Infusionen und Injektionen genutzt wird, gibt es in Ampullen als Rezepturarznei bei der Viktoria Apotheke in Saarbrücken.
Wie wirkt DMSO?

DMSO präsentiert im Organismus sowohl biophysikalische als auch biochemische Wirkebenen. Als dipolarer, kleinmolekularer Stoff zeigt DMSO intensive Wechselwirkungen mit dem Körperwasser, dem mengenmäßig wichtigsten Bestandteil aller Lebewesen. Gleichzeitig vermittelt DMSO zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Verteilungsräumen und Stoffen im Organismus. Man kann sich dies als elektromagnetischen Informationsaustausch auf Molekülebene vorstellen, der dazu führt, dass sich die Wasserhüllen an allen biochemischen Strukturen („shell-water“), wie Enzyme, Transportproteine, Zellmembranen, Glykoproteine, … neu orientieren können. Im Rahmen des menschlichen Stoffwechsels wird DMSO weiterhin hauptsächlich zu Methylsulfonylmethan MSM, dem sog. organischen Schwefel, oxidiert. Dieser hat bekanntermaßen ebenfalls antientzündliche und geweberegenerierende Wirkungen. Die Substrat liefernde Eigenschaft von DMSO kann in hypoxischem Gewebe auch reduktiv genutzt werden und setzt dabei Sauerstoffäquivalente frei. Zusätzlich ist DMSO ein spezifischer und damit äußerst wirkungsvoller Hydroxylradikal-Fänger, worauf sich seine antientzündliche und regenerierende Wirkung ebenfalls begründet. Zusammenfassend handelt es sich bei dem Naturstoff DMSO also sowohl um ein hochwirksames Heilmittel, als auch um einen Lieferanten für organischen Schwefel, als auch um einen spezifischen Radikalfänger.
Kann ich DMSO mit anderen Wirkstoffen kombinieren?

Die gleichzeitige Verabreichung von DMSO mit anderen Mitteln führt häufig zu einer Wirkverstärkung dieser, weil DMSO als molekularer Kanalöffner und Schlepper anderen Stoffen wie in einem Taxi den Durchgang an biologischen Membranen erleichtert/ermöglicht. Dies kann einerseits für eine erwünschte Dosisreduktion wenig gut verträglicher Mittel genutzt werden und andererseits das Potential vieler  naturheilkundlich genutzten Wirkstoffe erhöhen. Grundsätzlich sollten also die Begleit- und Grundmedikationen, besonders bei sogenannter Multimorbidität, beachtet werden. DMSO zeigt nach Aufnahme eine mittlere Verweilzeit von ca. 2 Tagen im Organismus. Sowohl unverändertes DMSO, als auch sein Hauptmetabolit MSM, werden überwiegend über die Niere ausgeschieden.



Welche anderen natürlichen Mittel lassen sich mit DMSO zusammen gut kombinieren/anwenden?

Mein sogenannter DMSO & Co Gesundheitswerkzeugkasten umfasst zahlreiche weitere Reinsubstanzen, die sich alle bestens mit DMSO kombinieren / mischen lassen. Sie entsprechen einem wichtigen Kriterium: sie kommen in der Natur vor! Trotzdem sie inzwischen aus Gründen der Mengenanforderung teilweise heute industriell hergestellt werden, sind sie als solche in der belebten oder unbelebten Natur zu finden. Es handelt sich etwa um Salze, Pflanzen und deren Inhaltsstoffe, Fette, Stoffwechselprodukte von Bakterien u.a.. Beispiele dafür sind: rechtsdrehende Milchsäure, Magnesiumchlorid, Vitamin C, Natron, Wasserstoffperoxid, Eigenurin, Kaliumbicarbonat, Aminosäuren, Jod/Lugolsche Lösung, Progesteron, Aloe arborescens, Propolis, Artemisia annua (einjähriger Beifuß), Moose, Borax, Bengalrosa, Hämatoxylin, Cäsiumchlorid, Dimercaptobernsteinsäure (DMSA), Galactose, Furfural, Kieselgur, Meerwasser, MSM, Petroleum, Vitamin D3, Schwefel, Zink, Selen. Mit diesem Werkzeugkasten kann man virtuos variieren und ihn individuell anwenden. Die „Zutaten“ sind in der Regel preiswert erhältlich und lange bewährt, sowie als Reinstoffe, ohne Hilfs- und Streckmittel, einsetzbar.



Kann DMSO auch mit anderen Therapie- und Heilmethoden kombiniert werden?

DMSO wird bereits seit Jahren sehr gerne zusammen mit allen anderen denkbaren Therapiemethoden eingesetzt. Akupunkteure besprühen damit den Meridianverlauf bevor sie nadeln, Manualtherapeuten reiben es als Ölmischung vor der Behandlung auf, in der Chelattherapie wird es zur Effektivitätssteigerung eingesetzt, bei „Schönheitstherapeuten“ wird es den Injektionen beigemischt, Psychotherapeuten und Suchtmediziner setzen DMSO ebenso als Kanalöffner ein, Orthopäden nutzen es zur Knorpelregeneration oder Auflösung von knöchernen Stenosen in Injektionsmischungen, vor der Stoßwellen Therapie, Hypnosetherapeuten beobachten „tiefere“ Sitzungen mit DMSO, Ozontherapie oder die Oxyvenierungsmethode profitieren von DMSO, und viele andere mehr … Man darf kreativ sein!


Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Entsprechend der Gefäß erweiternden Eigenschaft, kann die Anwendung von DMSO in manchen Fällen anfänglich zu Kreislaufsymptomen wie Schwindel, Kopfdruck, Müdigkeit führen, die erfahrungsgemäß nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Weiterhin wurde nach der Anwendung von DMSO vermehrter Speichelfluß beobachtet. Dies ist logisch ableitbar, da DMSO wissenschaftlich nachgewiesen Para-Sympatikus fördernd wirkt und somit Heilungsprozesse verbessert.
DMSO ist vor allem bekannt dafür, dass es nach der Anwendung zu knoblauch-, austern- oder gemüseartigem Geruch in der Ausatmungsluft führt. Dieses Phänomen, das von dem Reduktionsprodukt Dimethylsulfid herrührt (welches als Vorstufe von natürlichem DMSO auch von Meeresplankton gebildet wird), verschwindet ca. 1,5 Tage nach der Anwendung wieder.
Weitere typische Erscheinungen sind zum Beispiel Rötung und Jucken an Hautstellen, die mit DMSO äußerlich behandelt wurden und die üblicherweise nach ca. 20 – 30 Minuten wieder verschwinden. Dies rührt unter anderem von der Durchblutung fördernden Wirkung her. Es wurde auch von Völlegefühl/Druck in der Leberregion nach Einnahme von DMSO berichtet. Ein Zusammenhang mit vorher bestehenden Leberfunktionsstörungen geht aus den Erfahrungen nicht eindeutig hervor. Wissenschaftliche Untersuchungen an Probanden zeigten, dass Leberfunktionsparameter im Vergleich zu einer Placebo-Gruppe auch nach Anwendung von hohen Dosen DMSO (1 g pro kg Körpergewicht pro Tag!) über 90 Tage hin, im Rahmen der Statistik unverändert blieben. Insgesamt wurde DMSO in verschiedenen medizinisch-wissenschaftliche Studien bescheinigt, dass es sich um ein sehr sicheres Arzneimittel handelt - der LD50-Wert liegt weit über allen bekannten Substanzen, die als Heilmittel angewendet werden, inklusive Kochsalz.


Welche Flüssigkeiten können zur Verdünnung von DMSO genutzt werden?
 
Ich benutze gerne, je nach Anwendungsziel, entweder ca. 12%ige Magnesiumchloridlösung oder isotonisches Meerwasser oder kolloid-Silberwasser (alles bei www.alchemist.de erhältlich) oder 2%ige Procainlösung oder Eigenurin. Diese Verdünnungslösungen können natürlich auch kombiniert verwendet werden.
 
 
 
 
Welche Hilfsmittel / Gegenstände können für das Abmessen, Mischen und Lagern von DMSO und seinen Verdünnungen genutzt werden?
 
Zum Abmessen und mischen verwende ich oft übliche Haushaltsgegenstände wie Metallteelöffel, Gläser, Eierbecher. Will man Gegenstände aus Kunststoff verwenden, wie z.B. Pipetten, Spritzen, Sprühflaschen, so sollte man diese mit einer kleinen Menge reinem DMSO vorspülen bzw. durchsprühen und diese erste Füllung wieder verwerfen, bevor die eigentliche Mischung eingefüllt oder abgemessen wird.
 
 
 
 
Wie stelle ich allgemein geeignete Verdünnungen mit DMSO her?
 
Zunächst einmal entscheidet man sich für das Gesamtvolumen einer DMSO-Mischung, die man für die jeweilige Anwendung herrichten möchte. Am unteren Ende der Mengenskala kann man beispielsweise 2 Tropfen DMSO und 2 Tropfen der ausgewählten Verdünnungslösung in einem Porzellaneierbecher vermischen und dann mit einem Holzwattestäbchen oder einer Pipette zur Anwendung aufnehmen. Am ungefähren oberen Ende der Mengenskala, kann man 1 Liter DMSO mit einem Liter der Ausgewählten Verdünnungsflüssigkeit mischen, um z.B. ein intensives Fußbad in einer Glas-, Metall-, oder Porzellanschüssel zu nehmen. In beiden Fällen, Tropfen im Eierbecher und Fußbadmischung, erhält man eine 50%ige DMSO-Lösung, da gleiche Mengen DMSO und Verdünnungsflüssigkeit gemischt wurden.
 
Nach der Entscheidung über die Gesamtmenge der gewünschten DMSO-Mischung darf man sich also entscheiden, welche Konzentration das zu erhaltene Gemisch haben soll. Gemeint ist hier die Konzentration an DMSO als Volumenprozent. Am einfachsten ist es eine 50%ige DMSO-Mischung herzustellen. Dafür werden 1 Teil DMSO und 1 Teil Verdünnungsflüssigkeit zusammen gegeben. Möchte ich dagegen eine 70%ige Mischung machen, so verwende ich 7 Teile DMSO und 3 Teile Verdünnungsflüssigkeit. Soll eine 30%ige DMSO-Mischung erzeugt werden, gibt man dagegen 3 Teile DMSO und 7 Teile Verdünnungsmedium dazu. Beispiel: Die Mischung aus 60 ml DMSO und 40 ml Magnesiumchloridlösung 12% ergeben ein beliebtes „Sportlerspray“.
 
Nach dem zusammen geben der beiden Flüssigkeiten, sollte die Mischung in jedem Fall gründlich gerührt oder geschwenkt werden, da DMSO aufgrund seiner höheren Dichte gerne am Boden in hochkonzentrierter Form „sitzen“ bleibt.
 
 
 
 
Kann auch pures, unverdünntes DMSO verwendet werden?
 

Reines DMSO wird nur in Ausnahmefällen pur benutzt. Zum Beispiel zum Betupfen von Warzen, Aphten, Nagelpiltz oder Herpesbläschen.
Können auch Gegenstände aus Kunststoff für die Handhabung/Lagerung von DMSO benutzt werden?

Gegenstände aus Industriekunststoffen enthalten, mit Ausnahme von HDPE, oft Weichmacher, UV-Stabilisatoren, Formtrennmittel, … in größeren Mengen. Diese kleinmolekularen Stoffe werden durch DMSO rasch gelöst – man kann diesen Prozess z.B. mit bloßem Auge beobachten, wenn man pures DMSO in eine frisch ausgepackte Spritze zieht und sich dabei an der inneren Oberfläche Schlieren bilden. Dieses „Lösen“ beschränkt sich in der Regel auf die Kunststoffoberfläche, bis zu einigen Moleküllagen „tief“, die mit dem DMSO in Kontakt kommt und wird nur bei höherkonzentrierten DMSO-Mischungen beobachtet. Bei Konzentrationen unterhalb von 20% DMSO-Gehalt, bleiben die Kunststoffoberflächen weitgehend unverändert.
Ein „Auflösen“ des Kunststoffes selbst, in dem Sinne, dass sich Flaschen auflösen oder Löcher bekommen, wird nicht beobachtet, da es sich um Makromoleküle handelt.
Konsequenz: Wenn nicht auf Glas-, Metall-, Porzellan-Gegenstände ausgewichen werden kann, so spült man die Kunststoffmaterialien entweder mit reinem DMSO vor oder verwendet vorverdünnte DMSO-Mischungen < 20%. Im Falle der sterilen DMSO-Mischungen von der Viktoria-Apotheke in Saarbrücken, wurde aus diesem Grund die Konzentration in den Ampullen auf 15% DMSO-Gehalt eingestellt, damit man diese direkt mit einer Kunststoffspritze handhaben kann, wie in der Praxis üblich und erwünscht.


Nehmen Sie DMSO täglich ein?

Grundsätzlich ist ein Werkzeugkasten mit dem „Dachmittel“ DMSO dazu vorgesehen, dem Körper zu helfen, kurz- bis mittelfristig wieder in die Mitte zu kommen, also die Selbstheilungskräfte zu fördern. Dauereinnahmen, teilweise lebenslang, wie sie in der Normalmedizin üblich sind, halte ich für unsinnig. Dieses Vorgehen wiederspricht dem natürlichen Prinzip von Heilungsabläufen. Ein Werkzeug wird aus dem Kasten genommen und wenn „die Sache“ repariert ist, oder zumindest „geflickt“, dann wandert es bis zum nächsten Einsatz wieder dorthin. Insofern nehme auch ich DMSO nicht täglich, oder sozusagen präventiv ein, auch wenn das viele LeserInnen des DMSO-Handbuchs irgendwie erwarten … Ich benutze DMSO dann, wenn ich es akut benötige, bzw. wenn ich dann überhaupt daran denke :-)
Da es zum Einsatz von DMSO eine fundierte Langzeitstudie über 120 Tage gibt, die ich im Buch zitiert habe, kann es zumindest über diesen Zeitraum aus wissenschaftlicher Sicht bedenkenlos eingesetzt werden, wenn sich Symptome nicht vorher bessern. In dieser Untersuchung mit einer Gruppe von ca. 100 Probanden wurden täglich viele Laborparameter, Nervenfunktionen, Augenfunktionen und anderes kontrolliert. Es zeigten sich keinerlei signifikante Nebenwirkungen im Vergleich zur Placebo Gruppe. Da hierbei jedoch sehr hohe Dosierungen verabreicht wurden, fünf- bis zehnfach höher als übliche Anwendungsmengen, kann man davon ausgehen, dass DMSO bei normalen Dosierungen auch über längere Zeiträume sehr gut vertragen wird.
Warum steht z.B. bei Wikipedia, dass DMSO Leber- und/oder Nieren belastend ist?

Hinweise darauf sind nach meiner Kenntnis in keiner der Probanden- oder klinischen Studien erwähnt, die mit DMSO je gemacht wurden. Es sind lediglich zwei Literaturstellen, die bei Wikipedia genannt sind. Eine bezieht sich auf die Wirkung von DMSO auf Truthahn Samen Komponenten und entstammt einer Geflügel-Zeitschrift. Die andere bezieht sich auf die Wirkung von DMSO an isolierten Colon-Karzinom Zellkulturen. Ihre Auswertung ist aus meiner Sicht hier verdreht interpretiert worden – höhere DMSO-Konzentrationen als 10% sind für die Krebs-Zellkulturen schädlich! Das ist eine gute Nachricht …
Für die Behauptung, dass DMSO Leber-, Nieren- oder Nervenschädlich sein könnte, wird auf Wikipedia keine Literaturstelle zitiert … !?
Persönlich darf ich hier anmerken, dass wenn wir dem Körper ein Mittel zur Verfügung stellen, welches als „Kanalöffner“ auch wesentlich verbesserte Entgiftungsmechanismen ermöglicht, es logischerweise vorkommen kann, dass die Hauptentgiftungsorgane Leber und Niere sich, z.B. in Form vorübergehend höherer spezifischer Laborwerte, zu Wort melden – oder? Ich denke, dies wird jedoch nur im Falle starker toxischer Vorbelastungen auftreten. Es geht nicht darum DMSO zu glorifizieren, jedoch fehlen eindeutige Hinweise für derlei Nebenwirkungen auch nach fast 60 Jahren DMSO-Forschung.
Wo ist DMSO eigentlich verbreitet bzw. zu was wird es allgemein sonst eingesetzt?

DMSO ist als Arzneimittel in der AMVV und im DAC/NRF geführt.
DMSO ist weltweit Bestandteil vieler verschiedener Fertigarzneimitteln  (z.B. CPPharma, Abtei Schmerzgel, DMSO-Roll on, …).
DMSO ist als Behandlungsoption im Falle von Schäden durch Chemotherapeutika oder Bestrahlung in deutschen Tumorkliniken vorgeschrieben.
DMSO als reine 50%ige Lösung ist in den USA zur Behandlung von Blasenentzündung zugelassen (Rimso®)
DMSO ist ein bekanntes, weit verbreitetes Hausmittel in den osteuropäischen Staaten und in Staaten der ehemaligen Sowjetunion . In Polen ist es beispielsweise in reiner Form und mit „Etikett“ als Fertigarznei frei in den Apotheken erhältlich.
DMSO ist Gegenstand der Alzheimerforschung
DMSO ist in Japan das übliche Mittel für Zahnärzte zur Spülung nach Zahnextraktionen DMSO ist (Haupt-)Bestandteil von Nähr- und Lagerungungsmedien in der Zellbiologie, Biotechnologie, Transplantationsmedizin, …
DMSO ist ein weit verbreitetes, geschätztes Lösemittel in den Life-Sciences, das etwa auch Cytokine, Wachstumsfaktoren, Hormone lösen kann.
DMSO ist aus dem gleichen Grund beliebt, für die Herstellung von Lösungen/Extrakten aus Naturstoffen und Pflanzen, wie Propolis, Weihrauch, Kräuter. DMSO hat eine mehr als doppelt so hohe Molekülpolarität wie Wasser oder Alkohol (Ethanol), weshalb damit wesentlich ganzheitlichere Extraktionen gelingen, da selbst Salze gelöst werden.

Welche Wechselwirkungen zu anderen Mitteln sind bekannt oder wurden untersucht?

Häufig beobachtet und gut untersucht ist die verstärkende Wirkung von DMSO auf Glucocorticoide (Cortison), Opiate, Antibiotika/Penicilline, Alkohol (dazu wurden mehrere Doktorarbeiten verfasst …), Gold-Arzneien, Pyrazolon-Derivate (NSAR, Novalgin u.ä.) und Insulin. Wobei ich davon ausgehe, dass letzteres ein Effekt am Rezeptor ist, da das Insulin-Molekül zu groß für einen direkte DMSO-Schleppeffekt ist.
Wie lange ist die durchschnittliche Verweilzeit von DMSO im Körper?

DMSO hat eine mittlere Verweilzeit von 36 Stunden im Körper und wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Die entsprechenden kinetischen und metabolischen Daten wurden intensiv von der Firma Schering AG (heute Bayer Pharma AG) erforscht.
Kann ich DMSO verwenden, wenn ich Implantate, künstliche Linsen, künstl. Bänder, Netze, Fäden, Prothesen, Stents, Herzschrittmacher, Klips oder sonstige Metalle oder Kunststoffe im Körper habe?

Wechselwirkungen von DMSO zu Metall bestehen nicht. Wechselwirkungen von hochkonzentriertem DMSO zu Kunststoffen beruhen darauf, dass DMSO begierig die im Polymer-Material enthaltenen, kleinmolekularen, industriellen Verarbeitungshilfsmittel herauslöst. Es handelt sich beispielsweise um UV-Stabilisatoren, Weichmacher, Formtrennmittel, … . Dieser Effekt führt keineswegs dazu, dass etwa Löcher im Kunststoffmaterial auftreten oder es sich ganz auflöst, sondern sind auf eine gewisse Anzahl auf Polymer-Moleküllagen von der Oberfläche aus gesehen beschränkt. Ebenso ist der Effekt nur mit DMSO-Konzentrationen von über 20% DMSO-Gehalt wahrnehmbar.
Bezogen auf die Frage ist es also so, dass die effektive Konzentration am Ort dieser Bio-Materialien betrachtet werden muss und wir zweitens davonausgehen, dass implantierte Kunststoffe von ihrer Zusammensetzung her nicht vergleichbar sind, mit beispielsweise Kunststoffspritzen oder Löffeln.
Allen Anwendungsformen von DMSO am/im Körper ist gemeinsam, dass sich eine verabreichte Menge sofort im Körperwasser, Blut und Gewebe verteilt und deshalb eine sofortige Hochverdünnung auftritt, bei der es, wie erläutert, nicht zu „Auflösung-Erscheinungen“ kommt. Im Falle der DMSO-Augentropfen und der Frage nach künstlichen Linsen ist es so, dass schon die Augentropfen selbst, mit ca. 0,5 - 3% hochverdünnt sind.
Kann ich DMSO, als Regenerationsmittel, für Kosmetik/Anti-Aging/Faltenbehandlung nutzen und wenn ja, wie?

DMSO wirkt rasch Haut glättend und straffend. Ebenso lassen sich damit Pickel und Narben gut behandeln. Im Bereich Faltenbehandlung kann DMSO mit Hyaluronsäure, Polymilchsäure usw. kombiniert werden. Ebenso mit allen natürlichen Pflanzenölen. Für viele LeserInnen hat sich damit inzwischen ein schönes Hobby, für manche sogar ein Beruf ergeben. Man kann Gele, Salben, Cremes usw. herstellen. Ebenso kann die Haut natürlich mit sterilen DMSO-Mischungen in Ampullen unterspritzt werden. Ich selbst benutze gerne eine 10%ige DMSO-Lösung mit Meerwasser für die Haut. Viele bestellen auch das 15%ige DMSO-Gel von der Viktoria Apotheke in Saarbrücken für Haut/Gesicht.

Können durch DMSO auch Mikroorganismen „verschleppt“ werden?

Dazu ist es hilfreich, sich die beteiligten Größenverhältnisse zu vergegenwärtigen. DMSO ist ein kleinmolekularer Stoff, mit einem Durchmesser von ca. 0,3 nm (Nanometer). Kleine Viren, wie auch immer, wurden auf wenigstens ca. 50 nm Durchmesser taxiert. Bakterien, Pilze, Parasiten, sind dann natürlich noch viel größer. Bleiben wir bei dem Beispiel mit den Viren: Wenn du vor einem Objekt, zum Beispiel einem Fußball, stehst, der 150 mal größer ist als du selbst, ist dann davon auszugehen, dass die Gefahr besteht, dass du diesen „verschleppst“ ?
Kann DMSO während Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden?

Diese Frage wird in unserer Zeit zu keinem beliebigen Wirkstoff, von Niemandem mehr beantwortet, wenn dieser nicht gezielt dafür zugelassen wurde …
Ich kann folgendermaßen antworten: Es haben mir schon zahlreiche Mütter geschrieben, dass sie DMSO während Schwangerschaft und Stillzeit hilfreich eingesetzt haben. Zum Beispiel bei Krampfadern, Brustentzündungen, Rückenschmerzen, …
Mutter und Kind ging es dabei immer sehr gut. Wie auch sonst – DMSO ist ubiquitär auf unserem Planeten vorhanden …  
Bei welchen Indikationen/Symptomen setzen Sie DMSO ein?

Indikationen ergeben sich aus den Wirkungen von DMSO!
Beispiele: Achillessehnenentzündung, ADHS, Aging, Akne, Allergien, AMD,  Augenerkrankungen, Amyotrophe Lateralsklerose, Angina pectoris, Aphten, Arteriosklerose, Arthritis/Arthrose, Asthma, Atemwegsinfektionen, Autoimmunerkrankungen, Baker Zyste, Bandscheibenprobleme, Pankreatitis, Blasenentzündung, Borreliose, Boreout/Burnout, Chemotherapie/Chronische Erschöpfung, Colitis, Cortisontherapie, Darmerkrankungen, Demenz, Down Syndrom, Durchblutungsstörungen, Dystrophie/Morbus Sudeck, Embolie, Entwicklungsstörungen bei Kindern, Entzugssyndrome, Epilepsie, Frostbeulen, Fersensporn, Gelenkentzündungen, Gicht, Epicondylitis, Grauer Star, Gürtelrose, Harnwegsinfekt, Hautalterung, Hauterkrankungen, Hirnleistungsstörungen, Hundebiss, Hyperaktivität, Hypertonie, Infarkte, Infektionen, Insektenstiche, Ischias., Knochenentzündung, Komplexes regionales Schmerzsyndrom, Kopfschmerzen/Migräne, Krampfadern, Lebererkrankungen, MS, Nagelbettentzündungen, Narben, Nasennebenhöhlenentzündung, Neuralgie, Neurodegeneration, Neurodermitis, Ohrenentzündungen, Ohrengeräusche, Operationen, Polyneuropathie, PMS, Prostata Entzündung, Reizdarmsyndrom, Restless Legs, Rheuma, Rückenmarksverletzungen / Spinalstenose, Schlaganfall, Schleimbeutelentzündung, Schleudertrauma, Schmerzen, Schnupfen, Schulter-Arm-Syndrom, Schuppenflechte, Sehnenentzündung, Sklerodermie, Sonnenbrand, Sportverletzungen, Thromboseneigung, Tumorerkrankungen, Unfall, Verbrennungen, Wunden, Zahnfleischentzündung, Zerrungen, …

Kann DMSO anstatt Alkohol zur Herstellung von Auszügen/Tinkturen genutzt werden?

DMSO kann für alle Lösungsaufgaben hervorragende Dienste leisten, da es mit 3,96 Debey ein mehr als doppelt so hohes Dipolmoment aufweist als Alkohol (1,74 D) oder Wasser (1,84 D)! Das bedeutet, dass zum Beispiel aus Pflanzenmaterial ein wesentlich ganzheitlicherer Auszug gewonnen wird, als mit dem ohnehin wundheilungsstörenden und belastenden Alkohol. DMSO nimmt auch Salze und fettlösliche Stoffe viel besser auf. Deshalb wird DMSO gerne für die Herstellung von Propolis- und Weihrauch-Lösungen benutzt, ebenso wie für alle Auszüge aus Pflanzen/Kräutern, welche am besten mit einem Keramikmesser geerntet oder gezupft werden. Mit einem Siedepunkt von über 180 °C für DMSO ergeben sich auch bei langer Nutzung/Lagerung solcher Mischungen keine Konzentrationsveränderungen durch Verdunstung und die Inhaltsstoffe werden durch DMSO zusätzlich „verstärkt“.
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